Zum Verständnis

Was ist Burnout/Boreout?

Bis heute gibt es noch keine eindeutigen, durch die WHO (World Health Organisation) festgelegten Krankheitsschlüssel für die Krankheiten „Burnout“ bzw. „Boreout“, da es auch keine genauen, einheitlichen Behandlungsstrategien gibt.

In der ICD-10, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten“, herausgegeben von der WHO, findet sich das Burnout-Syndrom (Ausgebranntsein) augenblicklich nicht unter den psychischen Störungen, sondern im Anhang unter Kapitel XXI, Ziffer Z 73.0: „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“.

Vor Ausbruch des Burnout-Syndroms gehen die Betroffenen oft so in ihrer Arbeit auf, dass sie sich und ihren Körper nicht mehr spüren und entsprechende Warnsignale (z.B. Bandscheibenvorfall) nicht ernst nehmen. Beim Burnout-Syndrom steigert sich jedoch oftmals die Symptomatik und endet häufig in einer (stoffwechselbedingten) schweren depressiven Episode, die dann mit Antidepressiva behandelt werden muss.

Burnout zeigt viele Überlappungen mit anderen seelischen und körperlichen Krankheiten. Mit dem Begriff Burnout wird ein „psychovegetatives Erschöpfungssyndrom infolge einer chronischen Beanspruchungsreaktion“ bezeichnet (vgl. Burisch, 1994) . Bei Burnout handelt es sich also bildlich gesprochen um eine lang andauernde Energieabgabe, der Akku ist leer und kann auch nicht mehr (oder nur noch langsam) aufgeladen werden. Die Besonderheit der Erschöpfung im Kontext Burnout also ist der Verlust der natürlichen Fähigkeit zur Regeneration.

Boreout ist dagegen, salopp gesagt, Stress durch Langeweile. Sinnlose Tätigkeiten und Unterforderung führen letzten Endes zu ähnlichen Symptomen wie bei Burnout (Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verlust der Lebensfreude).

Boreout-/Burnrout-Prävention ist kein Gießkannenprinzip: jeder Mensch ist unterschiedlich. Man weiß nicht genau, wann ein Mensch die Schwelle zum Boreout oder Burnout unter- bzw. überschreitet. Läuft der eine Mensch bei einer bestimmten Tätigkeit erst warm, so ist der gleiche Rhythmus für einen anderen Menschen schneller, als er es verträgt (Burnout) bzw. langsamer, als er es verträgt (Boreout).

Jede Krise ist jedoch auch immer eine Chance, um eine neue Sinnfindung im eigenen Leben anzustoßen und letztlich gestärkt aus der Krise hervorzugehen.


Was ist Business-Coaching?

Im Coaching erhalten Sie individuelle Unterstützung für spezifische Situationen und besondere Problemkontexte.

Ein Coach hat den professionellen Blick von außen, der die Zusammenhänge oft klarer sieht als der Betroffene selbst. Aus einer Vielzahl von effektiven Coaching-Methoden werden genau die Interventionen ausgewählt und zusammengestellt, die Sie in Ihrem Veränderungsprozess unterstützen.

Sie selbst bestimmen die Aufgabe, das Ziel und den Zeitrahmen. Meist reichen schon 2 bis 3 Coachingsitzungen aus.

Typische Coachingthemen können sein:

  • Entscheidungsfindung im beruflichen oder privaten Bereich
  • berufliche Entwicklung, auch (Neu-)Orientierung mit Schwerpunkt ab 40+
  • Erkennen von stressverschärfenden Denkmustern und Handlungsweisen im Arbeitsalltag
  • Erlernen von stressvermindernden Verhaltensweisen im Alltag
  • kognitive, instrumentelle und regenerative Stressbewältigung
  • zielgerichtete Kommunikation mit Vorgesetzen und Kollegen
  • Sicherung der beruflichen Leistungsfähigkeit
  • Burnout-Prävention (Vorbeugung) und Burnout-Prophylaxe (Rückfallvermeidung)
  • u.v.m.

Was ist NLP?

Menschen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie bestimmte Situationen, sich selbst, andere Menschen, ihre Beziehungen, ihre berufliche Tätigkeit und den Alltag erleben. Je nachdem, wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen, wie wir denken, fühlen und diese Gefühle bewerten, kann ein und dieselbe Situation als angenehm und wohltuend oder als schwierig und belastend erlebt werden. In diesem Sinne erschafft jeder einzelne Mensch seine eigene und einzigartige Realität.
Neuro-Linguistisches Programmieren, kurz: NLP, beschäftigt sich also mit der Frage, welche Faktoren unser Erleben steuern und wie wir unsere Erfahrungen selbst hervorbringen.


 Was bedeutet Psychotherapie?

Das Wort „Therapie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet frei übersetzt: „Jemanden auf den Weg zur Heilung bringen“. Das griechische Wort psychè bedeutet Atem, Hauch, Seele. Psychotherapie hat somit das Ziel, jemanden, der an einer seelischen Erkrankung oder an den seelischen Folgen von körperlicher Erkrankung leidet, auf dem Weg zur Heilung zu begleiten und zu bestärken. Eine sofortige „Problembehebung ohne eigenes Zutun“ bietet die Psychotherapie jedoch nicht.

Die Gesprächs- und Focusingtherapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform, die durch Carl Rogers und Eugene Gendlin begründet wurde. Diese hat das Potential, uns wieder in Kontakt mit uns selbst, mit unseren Gefühlen und unserem Körper zu bringen. Dadurch finden wir wieder Zugang zu unseren Selbststeuerungs- und Selbstheilungskräften. Sie unterstützt unsere gegenwärtige Situation im Hier und Jetzt.


Was ist Gesprächstherapie?

Die Gesprächs- und Focusingtherapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform, die durch Carl Rogers begründet und durch Eugene Gendlin weiterentwickelt wurde. Diese hat das Potential, uns wieder in Kontakt mit uns selbst, mit unseren Gefühlen und unserem Körper zu bringen. Dadurch finden wir wieder Zugang zu unseren Selbststeuerungs- und Selbstheilungskräften. Sie unterstützt unsere gegenwärtige Situation im Hier und Jetzt.


Was ist Focusing?

Oftmals haben wir nicht gelernt, die Aufmerksamkeit unseren Körpern und Gefühlen zu widmen. Wir sind es meist gewohnt, unsere Antennen v.a. nach außen und auf unsere Mitmenschen zu richten, um herauszufinden, was wir tun müssen, um in deren Augen „gut“ oder „richtig“ zu sein.

Focusing ist eine wirkungsvolle, körperorientierte Methode, bei der es darum geht, uns selbst wieder genau wahrzunehmen, d.h. also den Fokus auf uns selbst zu richten. Dies gelingt, indem wir versuchen, möglichst genau in uns hineinzuspüren, was in uns vorgeht und wie sich der Körper anfühlt.

Zudem geht es aber auch darum, wahrzunehmen, welche Gedanken, Bilder und Gefühle im Inneren auftauchen.
Im Focusing treten wir unserem Erleben mitfühlend und akzeptierend gegenüber. Focusing hilft, klarer zu sehen und ein Leben zu leben, welches mehr und mehr unserer eigenen Identität entspricht.

Diese unsere Wahrnehmung in den Brennpunkt stellende (=fokussierende) Methode zentriert die Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Erfahrung und ermöglicht damit ein präzises Wahrnehmen des eigenen Erlebens, Denkens, Fühlens und Handelns.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei die inneren, körperlich spürbaren Stimmungen und Empfindungen, die zuerst oft undeutlich, vage und noch nicht benennbar sind. Wenn wir bei diesem vagen Empfinden verweilen, kann es sich in seiner Bedeutung zeigen: in inneren Bildern, in Worten, Gefühlen und in körperlichen Empfindungen.

Focusing steht in der Tradition der von Carl Rogers begründeten personenzentrierten Psychotherapie und deren Weiterentwicklung durch Eugene Gendlins „Experimental Psychotherapie“. Es wird von einem humanistischen Grundprinzip getragen: dem Respekt vor der Person und dem Vertrauen auf die ihr innewohnende Kraft der Selbstwerdung.